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Tierische Ängste

Ängste bei Hund und Katze

Tierische Angst

Die Angst wird in der Verhaltensforschung als angeborene Stressreaktion des Körpers bezeichnet und dient als körpereigenes Alarmsystem auf eine empfundene Bedrohung. Angst ist also eine lebenswichtige und natürliche Reaktion der Vierbeiner in Gefahrensituationen. Unterschieden wird zwischen der „normalen“ und der „krankhaften“ Angst. Die Faktoren, weshalb Hunde oder Katzen Angstverhalten entwickeln sind sehr vielfältig. Macht ein Hunde- oder Katzenkind schlechte Erfahrungen mit Menschen, können diese traumatischen Erlebnisse das ganze Leben der Tiere überschatten. Ebenso können veränderte Lebensumstände, beispielsweise durch einen Umzug, ein Wandel innerhalb der gewohnten Abläufe oder auch Einsamkeit, Ursachen derartiger Angststörungen sein. Möglicherweise hat das plötzliche Auftreten von Angst und Furcht auch organische Ursachen, die von einem Tierarzt abgeklärt werden müssen.

Anzeichen von Angst durch Körpersprache

Fühlt sich beispielsweise ein Hund durch ein bestimmtes Verhalten fremder Menschen, Kinder oder Artgenossen bedroht, versucht er sich mittels Körpersprache mitzuteilen. In diesem Punkt entstehen die größten Missverständnisse zwischen Mensch und Hund, weil einige Hundehalter nicht in der Lage sind, die Körpersprache richtig zu deuten. Zeigen Beschwichtigungssignale des Hundes, beispielsweise Züngeln, keinen Erfolg, reagiert er mit Aggression und wird beginnen die Gefahr zu bedrohen. Dabei werden die Zähne gebleckt, der Hund bellt und sträubt das Nacken- und Rückenfell. In einigen Fällen reicht unter Umständen ein einziges traumatisches Erlebnis, um beim Hund eine tief sitzende Angst auszulösen. Eine weitere mögliche Ursache kann eine nicht ausreichende oder gar fehlende Sozialisation sein. Auch eine verängstigte Samtpfote reagiert wie ein scheues Tier. Das Gefühl der Angst drückt sich bei Katzen durchaus unterschiedlich aus. Einige kauern am Boden, andere verkriechen sich in eine Ecke, um Schutz zu suchen. Dabei ziehen sie ihren Schwanz ein und legen die Ohren flach an ihren Kopf, sodass sie kaum erkennbar sind. Selbst die Schnurrhaare werden in Angstsituationen angelegt. Ein erstarrter Blick mit vergrößerten Pupillen vervollständigt das Bild einer ängstlichen Samtpfote. Drückt sie darüber hinaus ihr Gesicht an die Brust, zeigt sie sich unterlegen. Zittern in Kombination mit einem Hecheln verdeutlich die ängstliche Lage.

Ursachenforschung

Angstzustände verhindern häufig jegliches Lernen der geliebten Vierbeiner und machen es den betroffenen Haltern nicht leicht, ihre tierischen Hausgenossen von der Harmlosigkeit einer Situation zu überzeugen. Doch auch wenn es nicht immer leichtfällt, sollte die Angst der Tiere nicht noch bestärkt werden, indem sie getröstet werden. Vielmehr dienen Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht der Besitzer als sinnvolle Ablenkung. Eine Angstreduzierung mit unterschiedlichen Therapiemaßnahmen erfordert neben der notwendigen Geduld auch eine Menge Zeit. Einige naturheilkundige Präparate und Nahrungsergänzungen können hilfreich sein, den Tieren das Lernen zu erleichtern und Unsicherheit in Angstsituationen zu nehmen. Es ist stets ratsam, sich im Vorfeld von den kompetenten Mitarbeitern der Zoofachmärkte oder bei einem Tierarzt zu informieren. Erreicht der Tierhalter dennoch nicht den gewünschten Effekt, ist eine Betreuung durch einen erfahrenen Tierverhaltenstherapeuten unumgänglich. In jedem Fall ist die Angst jedes Hundes und jeder Katze ernst zu nehmen und darauf zu reagieren, damit mögliche gesundheitliche Folgen ausgeschlossen werden können.

Gründe von Angstzuständen bei Hund und Katze

  • Veränderungen im Lebensumfeld
  • Umzug
  • Wegfall des Freigangs bei Freigängerkatzen
  • Besuch beim Tierarzt
  • Abwesenheit des Tierhalters
  • Betreuung durch Tiersitter
  • Unterkunft in einer Tierpension
  • Reisen
  • Autofahrten
  • Verlust der Bezugsperson Geräuschängste